Für unsere Zukunft muss die Öl- und Gasindustrie grün werden

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Die Weltwirtschaft muss bis spätestens 2050 einen Netto-Null-Ausstoß von Treibhausgasen erreichen.
Während junge Klimaaktivisten, die Angst um ihre Zukunft haben, am Montag auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen mit führenden Persönlichkeiten der Welt zusammentreffen, müssen sich Führungskräfte der Öl- und Gasindustrie mit der existenziellen Entscheidung ihrer Branche auseinandersetzen. Als sie am Sonntag einen Cocktailempfang im Gramercy Park Hotel besuchten, versammelten sich mehrere Dutzend Klimaprotestierende draußen.

In einigen Ländern wie Großbritannien und den Vereinigten Staaten verdrängt Erdgas zusammen mit erneuerbaren Energien die Kohle. Insgesamt steht die Öl- und Gasindustrie jedoch vor einem schwierigen Umschwung. Die Weltwirtschaft muss bis spätestens 2050 die Netto-Null-Emissionen erreichen. Dies ist kein Traum oder eine Ideologie. Es ist ein Gebot. Die Konsequenzen, dieses Ziel nicht zu erreichen, sind für das Leben auf diesem Planeten so bedrohlich, dass wir nicht einmal über die Möglichkeit eines Scheiterns nachdenken können.

Dennoch planen Öl- und Gasunternehmen, 50 Milliarden US-Dollar für die Gewinnung neuer Reserven fossiler Brennstoffe auszugeben. Diese Ausgaben ignorieren die unvermeidliche Realität der Zukunft mit eingeschränkten CO2-Emissionen, die bereits im Gange ist. Die Lagerbestände dieser Unternehmen in ihrer jetzigen Form, kann den Weltenergiebedarf mindestens 5 Jahre decken. Schätzungen zufolge, stammt etwa ein Drittel des weltweiten Ölbedarfs von Autos, die wir in den nächsten 10 bis 15 Jahren elektrifizieren müssen. Die meisten Unternehmen steigen schon wegen den hohen Kosten und dem Umweltschutz auf erneuerbare Energien um. Gute Beispiel für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt sind Unternehmen wie Apple, Facebook Alibaba und Casinoenligne.ch, die schon alle mit erneuerbaren Energien arbeiten. Aber die Energieversorger denken noch nicht um, wie bei dem Erdgas. Es spielt derzeit eine wichtige Rolle bei der Stromerzeugung spielt, sieht sich einer zunehmenden Konkurrenz durch erneuerbare Energien gegenüber, deren Erschließungskosten vorhersehbar sind: Null. Sie erzeugen auch keine Emissionen und die steigende öffentliche Nachfrage wird bald von einer eigenen wettbewerbsfähigen Batteriespeicherkapazität gestützt.

Nur noch eine Ölgesellschaft, Exxon Mobil, gehört zu den zehn wertvollsten globalen Unternehmen. FTSE Russell hat kürzlich Öl- und Gasunternehmen an der Londoner Börse als „nicht erneuerbar“ eingestuft. Dies ist von Bedeutung, da Anleger anhand der FTSE-Klassifizierung feststellen, ob sie sich von bestimmten Aktien trennen müssen. Der riesige norwegische Staatsfonds hat kürzlich zugestimmt, geschätzte 5,7 Milliarden US-Dollar in Öl- und Gasinvestitionen zu investieren. Die Europäische Investitionsbank – der weltweit größte multilaterale Kreditgeber und der größte Anbieter von Klimafinanzierungen – hat vorgeschlagen, die Finanzierung zu beenden. Ein dänischer Pensionsfonds mit einem von 20 Milliarden US-Dollar nimmt die zehn größten Ölunternehmen aus seinem Portfolio, weil ihre langfristigen Geschäftsmodelle nicht mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbar sind.

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Eine weitere Bedrohung für die Öl- und Gasindustrie ist das negative Stigma, das sie für viele junge Menschen als Berufswahl unattraktiv gemacht hat. Jede Branche ist auf neues Personalpotential und neue Kapazitäten angewiesen, und für die Öl- und Gasindustrie wird es möglicherweise immer schwieriger, dieses wichtige Kapital zu binden. Wenn sich die Branche nicht schnell neu erfinden kann, erleidet sie möglicherweise das gleiche Schicksal wie die Energieversorger. Sie haben die Geschwindigkeit der Energiewende nicht richtig eingeschätzt.
Die globalen Klimaschutzstreiks und der Klimaschutzgipfel machen dies zu einem günstigen Moment für die Klimaschutzinitiative der Öl- und Gasindustrie, um den Wandel ihrer Branche voranzutreiben. Wenn es nach 2050 weitergehen soll, kann es nicht länger Treibhausgase emittieren oder Produkte verkaufen, die es sind.

Kurzfristig müssen die Öl- und Gasunternehmen ihr Engagement für eine Netto-Null-Emission bis 2050 nachweisen. Dazu sollten sie die Methanemissionen beseitigen und sich aus direkten oder indirekten Lobbybemühungen gegen die Regulierung des Klimawandels zurückziehen.

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